11.11.19   19:30 Uhr

Eröffnungsveranstaltung Literatürk: Grand Açılış: Gazino Royal

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Das Literatürk-Festival feiert sein 15. Jubiläum. Zur Eröffnung des diesjährigen Festivals haben wir uns ein ganz besonderes Highlight ausgedacht: Der Gazino Royal Abend. Schriftsteller und Autor Imran Ayata sowie Komponist und Theatermacher Bülent Kullukcu bringen verschiedene Künstler*innen auf die Bühne und moderieren den Abend in ihrem unvergleichlichen Stil. Die Gäste sitzen wie in einem traditionellen Istanbuler Gazino an langen Tischen und feiern mit einer Mischung aus Live-Musik, Bauchtanz, audiovisueller Performance und szenischer Lesung die Vielfalt ‘kanakischer’ Kultur in Deutschland. Das eigens für die Eröffnung konzipierte Bühnenprogramm wartet mit vielen spannenden Gästen auf. Neben Ayata und Kullukcu sorgen Autoren, Künstler und Entertainer wie zum Beispiel Musiker Elektro Hafiz, Bauchtänzer Prince Emrah oder Autor Selim Özdoğan für einen unvergesslichen Abend in der Zeche Carl.

Ein Grußwort zur Festivaleröffnung spricht der Essener Beigeordnete für Jugend, Bildung und Kultur, Muchtar Al Ghusain.

Imran Ayata, geboren 1969 in Ulm, ist Autor, DJ, Fußballliebhaber und Gesellschafter einer Agentur für Kampagnen. Er lebt und arbeitet in Berlin. Der Mitbegründer von Kanak Attak veröffentlichte 2005 seinen Erzählband »Hürriyet Love Express« und 2011 den Roman »Mein Name ist Revolution« (beide bei Kiepenheuer & Witsch). Weitere Bekanntheit erlangte Ayata mit der von ihm und Bülent Kullukcu zusammengestellten CD-Kompilation »Songs of Gastarbeiter« (Trikont, 2013).

Bülent Kullukcu, 1971 in Markt Indersdorf geboren, ist Regisseur, Schauspieler, Musiker und bildender Künstler. Er lebt und arbeitet in München. Zusammen mit Anton Kaun und Dominik Obalski betreibt er seit 2011 das freie Münchner Künstlerkollektiv Rohtheater, das 2016 das »Die beste aller möglichen Welten« in Darmstadt inszenierte. Kullukcu komponiert Bühnenmusiken und arbeitet auch in größeren, teils kollaborativen internationalen Musikprojekten wie "Generation Aldi", das die CD-Kompilation »Songs of Gastarbeiter« (Trikont, 2013) heraus­brachte.

Selim Ozdoğan, geboren 1971 in Köln, zweisprachig aufgewachsen, Abitur, danach Studium der Völkerkunde, Philosophie und Anglistik, abgebrochen. Zahlreiche Jobs. Sein Debütroman »Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist« (1995) wurde zum Kultbuch, danach folgten 10 weitere Romane und 6 Erzählbände sowie mehrere Hörbücher. Zuletzt erschienen »Wo noch Licht brennt« (2017) und »Wieso Heimat, ich wohne zur Miete« (2016, beide Haymon). Selim Özdoğan lebt in Köln.

Der in Istanbul geborene Musiker Elektro Hafiz lebt seit 2012 in Köln. Er blickt auf eine 20-Jährige Karriere als professioneller Musiker zurück und hat bereits mehrere Alben veröffentlicht, die in der Türkei als Meilensteine in der anatolisch psychedelischen Rockmusik der 2. Generation gelten. Die anatolischen Wurzeln beeinflussen auch seine Kompositionen, die er nahezu alle mit der elektrischen Bağlama begleitet. Sein experimenteller Ansatz ist zu seinem Markenzeichen geworden. Elektro Hafiz befindet sich mittlerweile in den vorderen Reihen von Newcomerlisten der Worldmusic Charts und tourt durch die ganze Republik.

Prince Emrah ist ein Performancekünstler, der mit Drag und orientalischem Bauchtanz sein Publikum verzaubert. Seine Shows, in denen er u.a. mit Kerzenleuchtern auf dem Kopf tanzt, sind außergewöhnliche Darbietungen. Das Tanzen lernte Prinz Emrah in Istanbul, wohin der in Turkmenistan geborene Künstler fliehen musste, weil er aufgrund seiner geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung verfolgt wurde. Nach zwei Jahren in der Türkei ging er nach Deutschland. In Berlin organisiert Prince Emrah seitdem orientalische Partys im SchwuZ oder Solishows wie Queerberg, um andere geflüchtete Künstler zu unterstützen.

Der Online-VVK beginnt in Kürze: www.literatuerk.com

Alle Infos und das gesamte Festivalprogramm hier und auf: www.literatuerk.com

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