Kaspar

Eine sprachliche Auseinandersetzung frei nach Peter Handke

In Kooperation mit der Folkwang Schule der Künste, Bochum

Mit Unterstützung der Bürgerinitiative “Mut machen – Steele bleibt bunt”

„Wir machen mal Ernst“ ist der Titel einer Theaterreihe, in der wir uns in unregelmässigen Abständen mit aktuellen, brisanten Themen auseinander setzen.

Im Auftaktstück wird in Peter Handkes ‘Kaspar’, einem Stück über Sprecherziehung und Sprechfolter, die rhetorischen und performativen Strategien der neue Rechten, die zunehmend die Rolle der verfolgten Revolutionäre für sich beanspruchen und so geschickt den autoritären Charakter ihrer Bewegung verschleiern.

Im Rahmen ihres Studiums proben und präsentieren junge Regie Stundent*Innen und Schauspielschüler*Innen der Folkwang Universität ihre Arbeit in unserem Haus.

Ein rauer Umgangston gehört seit jeher in der Politik dazu. Neu ist aber, wie viel bösartige, hasserfüllte Rhetorik mit dem Erstarken des Rechtspopulismus dazugekommen ist. Seit längerer Zeit kann man eine klare Radikalisierung beobachten, und diese Radikalisierung hat nichts zu tun mit dem, was wir sonst immer mal als Entgleisung kannten, sondern es sind bewusste, gesetzte Provokationen. Mit tückischer, latenter Allmählichkeit versuchen die Populisten, die Grenzen zu verschieben, ihre Parolen sickern langsam ins öffentliche Bewusstsein ein. Es wird auch immer schärfer von Mal zu Mal. Dann gibt es ein kleines Zurücktreten, dann wird die Wirkung studiert und so weiter, und das ist natürlich eine bewusste Strategie!


Regie: Carlotta Salamon

MITWIRKENDE:
Amelie Willberg, Lea Taake, Simin Gierlich, Shehab Fatoum