Grend Slam: Madagaskar-Special

Mit einem ganz besonderen Paukenschlag meldet sich der GRENDSLAM am 20. Mai zurück: Gastgeber Frank Klötgen präsentiert ein Madagaskar-Special mit der amtierenden madagassischen Poetry-Slam-Championesse Ampisafy Mafia und dem MC des MadagaSlams Seth Seven.

Nach ihrem Auftritt beim Poetry Slam World Cup in Paris machen die beiden in Steele halt (wer weiß, vielleicht gar als frisch gebackene Poetry Slam Weltmeisterin?) – und werden ihre Texte auf der Bühne der frisch eröffneten GREND-Kneipe performen. Vorwiegend auf Malagasy, der offiziellen Landessprache Madagaskars. Aber keine Angst, Gastgeber Frank Klötgen wird kurze Einleitungen zu den Texten geben und verspricht: “Ein Slamtext auf Malagasy ist ein wahres Erlebnis, das eigentlich keine Übersetzung benötigt.”

Für Klötgen ist es bereits das sechste Mal, dass er mit madagassischen Poet*innen zusammenarbeitet, zweimal war er selbst im Land zu Gast. Er wird an dem Abend eigene Gedichte und Fotos von seinen Madagaskar-Reisen präsentieren und die passenden Passagen seines Reisebuchs “SLAMMED! 1 Jahr, 149 Poetry Slams zwischen Hawaii und Madagaskar” lesen. Beim GRENDSLAM ist der interkontinentale Austausch ein fester Bestandteil. So war bereits 2014 ein madagassischer Dichter, Fifi Brindacier, zu Gast, die letzte Ausgabe der Reihe im August 2023 war eine Show der kubanischen Spoken Word Poetin Luz de Cuba. Nun also zum Wiederanpfiff der Reihe ein einzigartiges Madagaskar-Special.

Die Poetry Slam Szene auf Madagaskar zählt zu aktivsten der Welt. Schon seit 2007 gibt es die nationalen Meisterschaften auf der Insel, zu der die besten Slammer*innen in die Hauptstadt Antananarivo anreisen. Eine logistische Herausforderung in einem Land, das 1,5fach so groß wie Deutschland ist, dessen Straßen aber nach Regenfällen in weiten Teilen nicht befahrbar sind. Aber Poetry Slam bietet der Jugend ein Sprachrohr, das in allen Regionen genutzt wird. Und zu sagen gibt es genug für die Bewohner*innen des zehntärmsten Landes der Welt, das immer wieder von Korruption, Wasserknappheit und Pest-Epidemien heimgesucht wird. Im Oktober 2025 führten die Proteste der Generation Z – trotz gewaltsamer Niederschlagung mit 22 Toten – zum Rücktritt der Regierung.

Für beide Poet*innen ist es die erste und voraussichtlich einzige Reise in ein andres Land und wir freuen uns, dass wir Gelegenheit haben, ihre Texte live zu erleben.

Der Eintritt ist frei, Spenden für die madagassischen Gast-Künstler*innen sind erbeten.

Zum GRENDSLAM:

Seit 2005 präsentiert die GRENDSLAM Revue ein Programm aus Slam Poetry, Singer-Songwriting und Kabarett der allerersten Güteklasse. Als eine der ersten Bastionen der Poetry Slam Szene im Ruhrgebiet wurde die Veranstaltung schnell zu einer überregional geschätzten Gala der Wortakrobaten – in der sich die Vortragenden ganz ohne Wettbewerb und Zeitbeschränkung mit mehreren Texten präsentieren können.

Als Gastgeber führt der Ex-Überruhrer Frank Klötgen durch den Abend, der sich als Sänger der Band Marilyn’s Army im Ruhrgebiet einen Namen gemacht hat und mittlerweile mit der Münchner Lach- & Schießgesellschaft auf der Bühne steht. Als einer der bekanntesten deutschsprachigen Poetry Slammer reist er permanent durch die Welt und stellt das Programm der GRENDSLAMs zusammen. Dass er dabei eine gute Nase hat, beweist die Liste der Auftretenden, die mittlerweile in viel größeren Rahmen auftreten: Von Torsten Sträter bis Till Reiners, Sarah Bosetti, Marc-Uwe Kling, Felix Lobrecht, Nora Gomringer und Das Lumpenpack – sie alle waren schon zu Gast im GREND. 2026 soll die Reihe weitergeführt werden – nach dem Madagaskar-Auftakt am 20. Mai geht es ab dem 23. September im zweimonatlichen Takt weiter.