Selofan ist eine vom Tod inspirierte Liebesgeschichte, eine Verbindung zwischen Himmel und Hölle. Seit ihrer Gründung im Jahr 2012 in der Wiege Europas hat das Athener Duo seinen eigenen, unkonventionellen Weg beschritten und die moderne Dark-Wave-Szene in ganz Europa und weltweit mit seiner immensen Kreativität und seinem unermüdlichen Arbeitseifer im letzten Jahrzehnt neu erfunden.
Als bekannte Vertreter anspielungsreicher, synthie-lastiger Cold-Wave-Musik und treibende Kraft hinter dem griechischen Label Fabrika Records folgte Selofan dem Lockruf der Gothic-Klänge und des Minimalismus der 80er Jahre und eroberte sich einen festen Platz an der Spitze der Independent-Wave-Szene.
Die erfahrenen Musiker sind stets auf der Suche nach neuen Dramen und Leidenschaften, die ihre visuelle Intention und ihren musikalischen Charme bereichern. Die Band ist spezialisiert auf tiefe, kühle und mitreißende Analogklänge,
kombiniert mit heulendem Gesang, prägnanten Synthesizern und herzzerreißendem Saxofon – was gelegentlich zu Genre-Grenzen führt.
Vielfältige experimentelle Synthesizer-Landschaften entstehen mit einem feinen Gespür für Sounddesign, Produktion und theatralische Ästhetik.
Selofan ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus, die sie sich mit ihrer tanzbaren, Cold-Wave-inspirierten Musik verdient haben.
Zusammen mit Joanna Pavlidous eindringlichem Gesang, Dimitris Pavlidis’ pulsierendem Bass und ihren modularen Synthesizer-Kompositionen erschafft das Duo in jedem Album und Musikvideo ganz eigene Welten und Erzählungen.
Sie erschaffen eine unbewohnte, dramatische Welt, in der traurige Liebende sich in eine destruktive, besessene und ehrgeizige Persönlichkeit mit einem unstillbaren Verlangen verwandeln.
Im letzten Jahrzehnt hat Selofan uns sieben Studioalben geschenkt, von denen jedes seine ganz eigene Identität besitzt. Selofan meiden die Bequemlichkeit, sich auf einen einzigen Soundstil festzulegen, und experimentieren weiterhin, indem sie viele verschiedene Musikgenres und -sprachen vermischen, um tiefgründige, emotionale und fatalistische Musik auszudrücken. Verträumte Saxophonmelodien finden ihren Weg durch kraftvolle Drum-Machine-Beats, ein New-Wave-Bassriff und eindringlichen weiblichen Gesang, der mal singt, mal Geschichten erzählt und sich so theatralisch präsentiert, dass jede Live-Performance emotional überwältigend ist. Die Liebeslieder der Band und ihre Oden an das Scheitern und die Hysterie der Subkultur bringen die Themen, die sie ihr ganzes Leben lang erforscht haben, brillant zum Ausdruck: dass in emotionaler Verletzlichkeit ein dunkler Humor liegt, dass man im selben Atemzug lachen und weinen kann – und dadurch stärker wird. Ihr Sound ist intensiv, aufrührerisch und manchmal erschütternd – er lotet die Tiefen des Wahnsinns aus: Er kanalisiert den Ruf eines Liebenden zum Kampf, die Kraft der Selbsterkenntnis und die brutale Rohheit der Verzweiflung, den Konflikt zwischen Liebe und Hass, die in verheerenden Effekten gipfeln.
Den Abend wird Die Tödin eröffnen, die zum zweiten Mal im Grend auftritt.
Nach einer erzwungenen gesundheitlichen Auszeit kriecht die Tödin aus ihrem kargen Krankenbett und widmet sich erneut der misanthropen Bühnenritualistik. Als lethargische Hohepriesterin hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Tristesse zur Schau zu stellen und die anwesenden Gemüter zu deprimieren. Beschönigt wird nur der Tod. Flieht, wenn ihr nach Unterhaltung sucht, und bleibt für eine authentische okkulte Innenschau.
Nach den Konzerten aftershow mit DJ Otti (Nightshade)
