Euer Shame ist unser Fame!

Diese Seite ist all jenen Personen und Gruppen, Parteien und Organisationen gewidmet, welche die folgenden Grundsätze unserer Arbeit und Kunst nicht begreifen wollen oder ganz bewusst falsch verstehen:
- Die Kunst ist frei. (Artikel 5 (3) Grundgesetz der BRD)
- Meinungsfreiheit (Artikel 5 (1) Grundgesetz) bedeutet NICHT Freiheit von Widerspruch oder Kritik.
Jede:r kann ihre/seine Meinung frei von staatlicher Repression äußern, muss aber Widerspruch und Kritik an der geäußerten Meinung aushalten. - Wir sind NICHT neutral! Weder wollen, noch müssen wir es sein. –
Im Gegenteil: Wir haben Haltung und beziehen Stellung. - Übertreibung und Zuspitzung, Satire und Polemik sind grundlegende Mittel unserer Kunst.
- Nur weil sich jemand durch unsere Kunst eventuell beleidigt FÜHLT, heißt das noch lange NICHT, dass wir diese Beleidigung auch beabsichtigt oder begangen haben.
- Wir haben größtes Interesse am Diskurs – auch und gerade über die durch und in unserer Kunst ausgedrückten Standpunkte – solange dieser Diskurs zivilisiert und direkt mit uns geführt wird.
Wer also glaubt, uns anonym beschämen zu können, meint “Kritik” üben zu müssen, ohne sich vorher mit unseren Inhalten zu beschäftigen oder versucht, uns mittels ebenso armseliger wie durchsichtiger politischer Spielchen unter Druck setzen zu wollen, muss damit rechnen genau hier und an anderen Stellen öffentlich gemacht zu werden.
In diesem Sinne: Danke an alle Hater:innen für das Stärken unseres Selbstbewußtseins als gesellschaftlich relevantes Theater und die zusätzliche Aufmerksamkeit für unser Haus, will sagen für die kostenlose Werbung!
Und weil aller Wahrscheinlichkeit nach die überwältigende Mehrheit der Leser:innen dieser Seite Freund:innen, Unterstützer:innen, Mitstreiter:innen, Gleichgesinnte sind: Euch allen viel Spaß (und vielleicht auch das eine oder andere Bisschen Argumentationshilfe für ähnliche Fälle) mit dem, was wir hier veröffentlichen! 🙂
Mittwoch, 3.6.2026: Die AfD und das Känguru


Ach ja, hier ist sie mal wieder: die aus rechten (natürlich) und konservativen (leider) Kreisen allzu gern – und in letzter Zeit wieder häufiger und immer vehementer – aufgestellte Forderung nach (partei-)politischer Neutralität für aus öffentlichen Mitteln geförderte Kunst… In Wahrheit nichts anderes, als ein schlecht verschleierter Versuch, unliebsame – weil den eigenen Postionen gegenüber kritische – Kunst mundtot zu machen, indem versucht wird, ebendieser Kunst die ökonomische Basis zu entziehen.
Einige Gedanken hierzu:
- Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. […]
Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Artikel 5 (3) - […] Rechte Gruppierungen und Parteien […] polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur. […]
Erklärung der Vielen - […] Für private Kulturinstitutionen und Künstler:innen, deren Verknüpfung mit dem Staat lediglich darin besteht, dass sie finanzielle Förderungen erhalten, gelten diese Neutralitätspflichten dagegen nicht. […] Denn die „Neutralität“ der staatlichen Kulturförderung basiert auf politisch möglichst neutralen Auswahlverfahren, nicht auf der Auswahl politisch „neutraler“ Künstler. […]
Dr. Sascha Wolf: Künstlerische „Neutralität“: Die kulturpolitische Kernforderung der AfD - […] Vor diesem Hintergrund sei ein Verstoß der Kunst gegen das Neutralitätsgebot kaum denkbar, […].
Soziokultur NRW: Darf die das? Politische Neutralität in Kunst und Kultur - Wenn sie
Wenn sie dir den Mund verbieten,
dir ihre Meinung woll´n annieten,
wenn sie so tun als wär´n sie aufrecht,
indem sie dich markier´n als schlecht,
wenn sie an der Wahrheit schrauben
und dem Recht die Rechte klauben,
wenn sie mit Lügen und mit Ätzen
dir das Denken woll´n vergrätzen,
wenn sie sich als unbescholten
geben und nur “helfen wollten”,
wenn sie versuchen dir das Recht zu nehmen,
sie dich stempeln zur/m Unbequemen,
wenn sie Druck und Angst nur schüren,
damit du nicht traust zu spüren,
wenn sie damit Kasse machen
werden bald so manche Sachen
uns um unsre Ohren fliegen,
denn sie werden uns bekriegen;
es werden bald auf Fluren und auf Gängen
nur noch ihre Schilder hängen
Willkür wird die Wahrheit schänden,
so in etwa wird es enden.
Wenn wir sie weiter attakieren lassen
weiter werden sie uns, weiter hassen.
Thos Renneberg, Die Weltschmerzapotheke
Und die Antwort des Kulturauschusses? – Kennen wir leider nicht, denn mit dieser Anfrage wurde sich im nicht-öffentlichen Teil der Sizung befasst…
Alles zum Stück HIER
Montag, 8.6.2026: NippleJesus

Nö, machen wir nicht… Wofür auch? – Für ein super-witziges und gleichzeitig sehr empathisches und tiefgründiges Theaterstück, das die Kunstfreiheit und ihre Grenzen zum Kernthema hat? Für unser Plakatmotiv, dass einen ‘Pop-Art’-Jesus mit überklebten – also zensierten – Brustwarzen unter einem Schild mit der Aufschrift “Keine Zensur” zeigt?? Für den Stücktitel dieses Werks aus der Feder des englischen Kult-Autors Nick Hornby, den zu verstehen mensch das Stück gesehen oder gelesen haben muss??? – Nö, einfach Nö…
Alles zum Stück HIER

