Neue Autor*innen aus der Region: Lesung mit Yasemin Toprak

Lesung im GREND-Wohnzimmer (EG) am Donnerstag, 11.06., 19:00 Uhr, Einlass 18:30 Uhr., Eintritt frei

Was passiert, wenn der Weg zur Selbstbestimmung durch die Trümmer der eigenen Herkunft führt? In ihrem autobiografischen Buch „Die Tochter, die niemand wollte“ beschreibt Yasemin Toprak ihren radikalen Bruch mit einem System aus Erwartungen und Schweigen.

Als Frau mit jesidischem Hintergrund thematisiert sie nicht nur die patriarchalen Strukturen innerhalb ihrer Community, sondern auch die verheerenden Folgen, die ein „Nein“ nach sich zieht. Der Kontaktabbruch zur Familie war für sie kein einfacher Befreiungsschlag, sondern ein schmerzhafter Prozess, der soziale Isolation und den Verlust der bisherigen Identität bedeutete.

An diesem Abend liest die Autorin und Podcasterin aus ihrem Werk und analysiert im Gespräch die Schnittstellen zwischen kultureller Prägung, feministischem Widerstand und dem Mut, für die eigene Autonomie alles zu riskieren. Eine Lesung über den Schmerz des Gehens – und die Notwendigkeit, sich selbst zu finden.

Bei Fragen zu der Veranstaltung wenden Sie sich gerne an:

Gemma Russo, Tel.: 0201/8513210, E-Mail: russo-bierke@grend.de